Die wichtigsten Trends für Gastronomie und Hotellerie
Die wichtigsten Gastro- und Hoteltrends zur HOGA Nürnberg 2027: KI, Digitalisierung, Personalkosten, Automatisierung, Regionalität und neue Hospitality-Konzepte.
Die Gastronomie- und Hotelbranche befindet sich mitten in einem tiefgreifenden Wandel. Steigende Personalkosten, Fachkräftemangel, verändertes Konsumverhalten und neue digitale Möglichkeiten sorgen dafür, dass sich viele Betriebe neu aufstellen müssen.
Genau deshalb dürfte die HOGA Nürnberg 2027 besonders interessant werden. Auf der Fachmesse treffen Hersteller, Dienstleister, Technologieanbieter, Gastronomen und Hoteliers aufeinander – und viele der Lösungen, die aktuell in der Branche diskutiert werden, werden dort erstmals praktisch erlebbar.
KI und Digitalisierung werden eines der großen Themen der HOGA 2027
Digitalisierung ist in Gastronomie und Hotellerie längst mehr als ein digitales Kassensystem.
Für die HOGA 2027 ist sogar ein eigener Bereich rund um „KI & Digital“ vorgesehen. Das zeigt, wie stark sich der Fokus der Branche innerhalb weniger Jahre verschoben hat.
- automatisierte Reservierungs- und Buchungssysteme
- digitale Bestell- und Bezahllösungen
- KI-basierte Gästekommunikation
- Personal- und Schichtplanung
- digitale Warenwirtschaft
- automatische Bestellprozesse
- Revenue Management in Hotels
- digitale Check-in- und Check-out-Systeme
- Automatisierung in Küche und Service
Dabei geht es weniger darum, Mitarbeiter komplett zu ersetzen. Viel wichtiger ist für viele Unternehmen die Frage, wie sich vorhandenes Personal effizienter einsetzen lässt.
Ein Mitarbeiter, der weniger Zeit mit administrativen Aufgaben verbringt, kann sich stärker um Gäste kümmern. Eine Küche, die ihre Warenbestände besser plant, reduziert Lebensmittelverschwendung. Ein Hotel, das Preise automatisch an Nachfrage und Auslastung anpasst, kann seine Zimmer wirtschaftlicher verkaufen.
Digitalisierung wird damit zunehmend zu einem direkten Wirtschaftsfaktor.
Steigende Personalkosten erhöhen den Druck
Dieser Trend wird durch die Entwicklung der Personalkosten zusätzlich beschleunigt.
Zum 1. Januar 2027 steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 14,60 Euro pro Stunde. Bereits Anfang 2026 war er auf 13,90 Euro angehoben worden.
Gerade Gastronomie und Hotellerie gehören zu den Branchen mit einem hohen Personalanteil. Für Betreiber bedeutet das: Arbeitsabläufe müssen immer genauer betrachtet werden.
- Wo entstehen unnötige Wege?
- Welche Tätigkeiten können automatisiert werden?
- Wo kann Software Arbeit abnehmen?
- Und welche Investitionen rechnen sich innerhalb weniger Jahre?
Anbieter, die auf diese Fragen konkrete Antworten liefern können, dürften auf der HOGA 2027 besonders gute Voraussetzungen haben.
Die Gastronomie bekommt gleichzeitig wieder etwas mehr Spielraum
Seit Anfang 2026 gilt für Speisen in der Gastronomie wieder dauerhaft der reduzierte Umsatzsteuersatz von 7 Prozent statt 19 Prozent. Getränke bleiben davon ausgenommen.
Für viele Gastronomen bedeutet das zumindest eine gewisse Entlastung.
Dieser zusätzliche finanzielle Spielraum kann auch dazu führen, dass wieder stärker investiert wird – beispielsweise in:
- Küchentechnik
- Einrichtung und Möbel
- Digitalisierung
- Energiesparmaßnahmen
- Kassensysteme
- neue gastronomische Konzepte
Gerade Fachmessen wie die HOGA spielen bei solchen Investitionsentscheidungen eine wichtige Rolle. Viele Lösungen lassen sich dort direkt vergleichen und praktisch ausprobieren.
Alkoholfrei wird vom Nischenthema zum festen Bestandteil
Auch das gastronomische Angebot selbst verändert sich.
Alkoholfreie Biere gibt es bereits seit Jahrzehnten. Inzwischen wächst aber auch das Angebot an alkoholfreien Weinen, Aperitifs, Cocktails und Spirituosen deutlich.
Für Gastronomiebetriebe entsteht dadurch eine interessante zusätzliche Produktkategorie.
Gäste, die keinen Alkohol trinken möchten, erwarten zunehmend mehr als Wasser, Cola oder Saft. Gleichzeitig ermöglichen hochwertige alkoholfreie Getränke deutlich höhere Verkaufspreise als klassische Softdrinks.
Auch die HOGA 2027 greift diesen Bereich ausdrücklich als Trendthema auf.
Für Getränkehersteller und neue Marken bietet die Messe deshalb eine interessante Möglichkeit, ihre Produkte direkt vor Gastronomen und Hoteliers zu präsentieren und verkosten zu lassen.
Alkoholfreie Biere gibt es bereits seit Jahrzehnten. Inzwischen wächst aber auch das Angebot an alkoholfreien Weinen, Aperitifs, Cocktails und Spirituosen deutlich.
Für Gastronomiebetriebe entsteht dadurch eine interessante zusätzliche Produktkategorie.
Gäste, die keinen Alkohol trinken möchten, erwarten zunehmend mehr als Wasser, Cola oder Saft. Gleichzeitig ermöglichen hochwertige alkoholfreie Getränke deutlich höhere Verkaufspreise als klassische Softdrinks.
Auch die HOGA 2027 greift diesen Bereich ausdrücklich als Trendthema auf.
Für Getränkehersteller und neue Marken bietet die Messe deshalb eine interessante Möglichkeit, ihre Produkte direkt vor Gastronomen und Hoteliers zu präsentieren und verkosten zu lassen.
Regionalität bleibt wichtig
Parallel zur Digitalisierung wächst weiterhin das Interesse an regionalen Produkten.
Viele gastronomische Konzepte setzen bewusst auf:
- regionale Produzenten
- kurze Lieferwege
- lokale Spezialitäten
- nachvollziehbare Herkunft
- saisonale Angebote
Dabei geht es nicht ausschließlich um Nachhaltigkeit.
Regionalität ist inzwischen auch ein Marketinginstrument.
Ein Restaurant, das Produkte von bekannten Erzeugern aus der Umgebung nutzt, kann damit eine Geschichte erzählen. Gerade Hotels und Restaurants, die touristische Gäste ansprechen, können sich dadurch stärker von standardisierten Konzepten abheben.
Auf der HOGA 2027 sollen deshalb erneut regionale Spezialitäten und Produzenten eine wichtige Rolle spielen.
Ferienwohnungen werden erstmals ein eigener Themenbereich
Ein besonders interessanter neuer Schwerpunkt der HOGA 2027 sind Ferienwohnungen und alternative Übernachtungskonzepte.
Dieser Markt ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen.
Damit entsteht gleichzeitig ein neues Ökosystem aus spezialisierten Dienstleistern und Produkten:
- Buchungssoftware
- digitale Schließsysteme
- Smart-Home-Technik
- automatisierter Check-in
- Reinigungssysteme
- Einrichtung
- Gästemappen und digitale Kommunikation
- Channel-Management
- Revenue Management
Viele Lösungen, die ursprünglich vor allem für klassische Hotels entwickelt wurden, werden inzwischen auch für kleinere Ferienunterkünfte interessant.
Die HOGA erweitert dadurch ihre Zielgruppe deutlich.
Automatisierung wird sichtbarer
Ein weiterer Trend dürfte auf der Messe besonders auffallen: Automatisierung wird zunehmend physisch sichtbar.
Dabei geht es beispielsweise um:
- Serviceroboter
- automatisierte Kaffeesysteme
- Self-Service-Terminals
- digitale Bestellstationen
- automatische Küchenprozesse
- intelligente Lager- und Kühlsysteme
Nicht jede Technologie wird sich im Alltag durchsetzen.
Aber gerade deshalb sind Fachmessen interessant.
Betreiber können Technologien vor Ort ausprobieren, Anbieter miteinander vergleichen und relativ schnell beurteilen, welche Lösungen tatsächlich funktionieren und welche eher technische Spielerei bleiben.
Energieeffizienz bleibt ein wichtiges Investitionsthema
Professionelle Küchen, Kühlung, Beleuchtung, Heizung und Klimatisierung verursachen erhebliche Energiekosten.
Neue Geräte werden deshalb zunehmend nicht nur anhand ihres Anschaffungspreises beurteilt.
Entscheidend werden immer häufiger die gesamten Betriebskosten.
Ein teureres Küchengerät kann wirtschaftlich sinnvoller sein, wenn es über viele Jahre deutlich weniger Strom verbraucht. Dasselbe gilt für Kühltechnik, Beleuchtung oder Lüftungsanlagen.
Für Hersteller ergibt sich daraus allerdings auch eine neue Herausforderung: Sie müssen den wirtschaftlichen Nutzen ihrer Produkte verständlich erklären.
Ein Messestand bietet dafür ideale Voraussetzungen.
Fachkräftemangel verändert Produkte und Konzepte
Der Personalmangel gehört seit Jahren zu den größten Herausforderungen der Branche.
Dadurch ändern sich teilweise sogar gastronomische Konzepte.
Restaurants reduzieren ihre Speisekarten. Hotels automatisieren den Check-in. Bestellungen werden über QR-Codes oder Terminals aufgenommen. Küchen versuchen, einzelne Arbeitsschritte stärker zu standardisieren.
Auch Produkte werden zunehmend danach entwickelt, wie viel Personal für ihre Nutzung benötigt wird.
Für Anbieter bedeutet das:
Ein gutes Produkt ist heute nicht nur hochwertig oder innovativ.
Es muss häufig auch dabei helfen, Arbeitszeit zu sparen.
Was bedeutet das für Aussteller auf der HOGA 2027?
Für Aussteller reicht es deshalb immer weniger aus, lediglich Produkte auf einen Messestand zu stellen.
Besucher wollen verstehen, welchen konkreten Nutzen eine Lösung für ihren Betrieb bringt.
Kann sie Personalkosten reduzieren?
Steigert sie den Umsatz?
Spart sie Energie?
Reduziert sie Lebensmittelverschwendung?
Verbessert sie das Gästeerlebnis?
Oder vereinfacht sie Arbeitsabläufe?
Je verständlicher diese Botschaft auf einem Messestand vermittelt wird, desto leichter entstehen qualifizierte Gespräche.
Produkte müssen auf der Messe erlebbar werden
Gerade bei Gastronomie- und Hotelprodukten besitzt eine Fachmesse einen entscheidenden Vorteil gegenüber reiner Online-Werbung.
- Wie schnell funktioniert ein Kassensystem?
- Wie fühlt sich ein Hotelmöbel an?
- Wie arbeitet eine Kaffeemaschine im laufenden Betrieb?
- Wie schmeckt ein neues Getränk?
- Wie (einfach) lässt sich eine Software bedienen?
Ein Messestand sollte deshalb nicht nur optisch wirken, sondern möglichst viele Möglichkeiten schaffen, ein Produkt tatsächlich zu erleben.
Präsentationsflächen, Vorführbereiche, gute Beleuchtung und ausreichend Platz für Gespräche sind bei der HOGA häufig wichtiger als komplizierte Standarchitektur.
HOGA 2027 wird eine Messe der Lösungen
Die Herausforderungen für Gastronomie und Hotellerie sind groß. Gleichzeitig entstehen derzeit ungewöhnlich viele neue Technologien, Produkte und Geschäftsmodelle.
Genau diese Mischung macht die HOGA Nürnberg 2027 besonders interessant.
Hoteliers und Gastronomen suchen nach Lösungen, mit denen sich Betriebe wirtschaftlicher führen lassen. Technologieanbieter drängen stärker in den Hospitality-Markt. Gleichzeitig entwickeln klassische Hersteller ihre Produkte weiter.
Damit dürfte die HOGA 2027 weniger eine reine Produktschau werden – sondern zunehmend eine Messe, auf der konkrete Antworten auf die wirtschaftlichen Herausforderungen der Branche gesucht werden.
Wer als Anbieter dafür überzeugende Lösungen bietet, sollte deshalb nicht nur überlegen, ob er auf der HOGA präsent sein möchte.
Sondern vor allem, wie er seine Lösung dort präsentiert.
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